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14.12.2010

Bericht über einen paradiesischen Gottesdienst

Der Jugendgottesdienst, den der BDKJ in der Region München zusammen mit seinem Jugendkircheteam am Sonntagabend zu dem Thema: „Paradies – Urlaub für immer?“ veranstaltete, fing alles andere als paradiesisch an…

Der Jugendgottesdienst, den der BDKJ in der Region München zusammen mit seinem Jugendkircheteam am Sonntagabend zu dem Thema: „Paradies – Urlaub für immer?“ veranstaltete, fing alles andere als paradiesisch an…

 

Am Anfang regierte das Chaos…

Erst einmal wurden die Besucher mit grellem, schnell wechselndem Licht und lauten, harten Beats empfangen. Dies war die Untermalung eines selbst zusammen geschnittenen und zum Teil selbst gedrehten Films des Jugendkirche Teams. Ruth Huber, Präses des BDKJ in der Region München, die durch den Gottesdienst führte, begründete den ungewöhnlichen Beginn so: „Wir wollten die Hektik des Alltags widerspiegeln, der jeder von uns täglich ausgesetzt ist und die Unruhe der ganzen Welt in unsere kleine Kirche hineinholen, um aufzuzeigen, dass Schreckliches und Schönes manchmal sehr nah beieinander liegen kann“.

 

Was ist das Paradies eigentlich? – Für den einen ist es ein Bett, für den anderen ewiger Frieden mit Gott und den Menschen.

Was das Paradies ist und ob man erst nach dem Tod dort hinkommt oder schon in unserer Welt, dieser Frage gingen Marleen und Moritz vom Jugendkircheteam auf Jugendkorbinian in Freising auf den Grund: Sie fragten und filmten unermüdlich verschiedene Persönlichkeiten: von Alt bis Jung, vom Kardinal bis zur Pfadfinderin. Genauso differenziert waren auch die Antworten die im Gottesdienst abgespielt wurden: Für den einen ist es ein Bett mit einem großen, flauschigen Kissen, für den anderen in Frieden mit Gott und den Menschen zu sein und für den nächsten gibt es kein Paradies zu Lebzeiten.

 

Ein kleiner Urwald und ein Liegstuhl in der Kirche…

Anschließend wurden die Besucher eingeladen, sich in vier Stationen die in der Kirche aufgebaut waren, mit der eigenen Vorstellung vom Paradies auseinanderzusetzen: Bei der Station „Erde“, die mit vielen Pflanzen an einen kleinen Urwald erinnerte, konnte man sich Auszüge aus dem preisgekrönten Film „Planet Erde“ ansehen; wem dies zu anstrengend war, zog sich in die Station „Selbstfindung“ in einen Liegestuhl zurück und las in den bereitgelegten Büchern. In der „Gebetsecke“ war Raum für persönliche Gespräche mit Gott und der „Weg Christi“ forderte einen auf, nachzudenken was man ganz persönlich tun kann, um seinem Paradies näher zu kommen.

 

Ein anspruchsvolles Thema begreifbar machen.

Mit einer Agapefeier endete diese etwas ungewöhnliche, aber sehr ansprechende Andacht zu einem hochkomplexen Thema. Natalie Hauenstein, Sprecherin des Jugendkircheteams, äußerte sich zufrieden: „Die Vorbereitungen waren aufwendig, haben sich aber im Rückblick auf alle Fälle gelohnt. Unser Ziel war es, die Besucher zu animieren, sich mit dem Begriff Paradies auseinanderzusetzen. In der heutigen Zeit ist man so im Hier und Jetzt gefangen, dass für solch wichtige Gedanken nur wenig Zeit ist. Hier in der Jugendkirche ist die Zeit und der Raum in einer ansprechenden und friedlichen Atmosphäre gegeben, in der man miteinander Gott nah sein kann“. Nachdenklich aber zufrieden verließen nach und nach die Anwesenden den Ort des Geschehens und waren sich einig: Diese Stunden haben neugierig gemacht auf viele weitere Gottesdienste des Jugendkircheteams.


 

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