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Der Globus tanzt nicht mehr

 

Der BDKJ in der Region München hat sich nach 54 Jahren dazu entschlossen, Münchens größten und ältesten Jugendball nicht mehr auszurichten. Ausschlaggebend waren vor allem die stark rückläufigen Besucherzahlen.

 

Die Entscheidung war keine leichte: Auf der Klausurtagung des BDKJ in der Region München kam der Vorstand zu dem Schluss, dass die Traditionsveranstaltung in der bisherigen Form keine Zukunft mehr hat. Schon 2008 musste der „Tanzende Globus“ aufgrund mangelnden Interesses beim Kartenvorverkauf ausfallen. „Die Zeiten, als der Globus rief und alle kamen“ sind leider schon lange vorbei“, so Yvonne Oeffling vom Vorstand des BDKJ in der Region München.

 

Die Geschichte des legendären Balls mit dem klingenden Namen begann 1953, als der Wunsch nach einem großen, gemeinsamen Faschingsfest immer stärker wurde. Bis dahin wurden in den einzelnen Stadtkreisen „Tage der Geselligkeit“ gefeiert, eine übergreifende Veranstaltung aber gab es nicht. Auf die Initiative des damaligen Diözesanjugendführers Arthur Bader und dem damaligen Stadtjugendführer Alwin Rossberger, wurde die Idee des „Tanzenden Globus“ geboren. Der Name sollte signalisieren, dass die Welt bunt ist und der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. So hatte jeder die Möglichkeit, sich eine kreative Verkleidung ohne Vorgaben auszudenken. Ein Jahr dauerte die Finanzierung und Organisation, doch die Mühe lohnte sich: Als 1954 der erste stadtweite Faschingsball der katholischen Jugend im Deutschen Theater stattfand, waren die Karten bereits zu Silvester ausverkauft.

 

Zu den besten Zeiten des Globusses kamen bis zu 3000 Gäste, die pfarrübergreifend einen schönen und geselligen Abend erleben wollten. Dazu trugen auch namhafte Big Bands wie Max Greger und Hugo Strasser bei. In den Siebzigern füllte das legendäre Faschingsfest sogar die Olympiahalle. Aber in den letzten Jahren wurde das Interesse immer geringer, die Besucherzahl immer weniger. Trotz der Schwierigkeiten hielt der BDKJ in der Region München an seiner Traditionsveranstaltung fest und unternahm viel, um sie zu retten, von einer Umfrage im Internet bis hin zu verstärkter Werbung. „Doch als 2009 nur 148 Karten verkauft wurden, wusste man, dass es so nicht weitergehen kann“, so Geschäftsführerin Sabine Jahn.

 

Nun geht der Tanzende Globus in den Ruhestand. Er hinterlässt bleibende Erinnerungen an unvergessliche Abende, an die man sich gerne zurückerinnert. Aber es wird auch in Zukunft Raum und Zeit für gemeinsame kulturelle und gesellige Veranstaltungen der katholischen Jugendarbeit geben. „Die Zeit ist reif für neue Projekte. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch zukünftig jugendgemäße Formen des Feierns finden“, so Ruth Huber, Stadtpräses des BDKJ in der Region München.

 

Weitere Informationen unter:

www.tanzender-globus.de

 

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